Auf Entdeckungstour durch den Kurpark
Ihrem Landgraf Wilhelm IX. von Hessen-Kassel haben die Bad Nenndorfer viel zu verdanken, er erkannte die Bedeutung des Schwefelwassers und avancierte so 1787 zum Badgründer. Und auch im Kurpark hatte er seine Hände im Spiel, war es doch sein Kasseler Hofgärtner Georg Wilhelm Homburg, der nach zweijährigen Studien in England 1792 mit der Ausgestaltung der Anlage begann. 203 Gehölzarten, 33 verschiedene Rosen und 37 Straucharten wurden auf 35 Hektar gepflanzt.
Und einiges davon lässt sich heute noch bewundern. Der Kurpark von Bad Nenndorf genießt als historische Grünanlage den Status eines Kulturdenkmals. Folgen Sie uns doch einfach Schritt für Schritt, erleben Sie Geschichte und Geschichten hautnah, überzeugen Sie sich von den vielfältigen Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten auf unseren Wegen durch den Park.
Der Kurpark - Eine Oase der Ruhe
Zubetoniert, laut und hektisch sind wohl die treffendsten Attribute, die unsere Stadtzentren beschreiben. In Bad Nenndorf ist das anders! Das kleine Städtchen am Deister bietet Gästen und Bewohnern im Stadtzentrum eine Oase der Ruhe, eine Rückzugsmöglichkeit um dem Alltagsstress zu entfliehen: Den Bad Nenndorfer Kurpark.
Ausländische und heimische Baumarten standen im Mittelpunkt der Anpflanzungen. Deshalb beeindruckt der Bad Nenndorfer Kurpark heute durch seinen rund 200jährigen Baumbestand.
Der Landgraf Wilhelm IX beauftragte den Kasseler Hofgärtner Georg Wilhelm Homburg einen Kurpark anzulegen. Bevor Homburg damit 1792 begann, wurde er vom Landgrafen 2 Jahre nach England geschickt, um dort die "englische Methode"der Parkgestaltung kennenzulernen. Als der Hofgärtner aus England zurückkehrte, legte er in zweijähriger Arbeit den Grundstock für den heutigen 35 ha großen Kurpark; natürlich nach Vorbild eines englischen Landschaftsgartens.
Das Schlösschen wurde 1806 im reinsten Klassizismus vom Landgrafen als kurfürstliche Sommerresidenz erbaut, in dem heute Hochzeiten stattfinden und stilvolle Kammermusik. In der Nähe des Schlösschens sind versteinerte Dinosaurierspuren zu bewundern.Ebenso ist auch ein Denkmal der berühmten ostpreußischen Dichterin Agnes Miegel zu sehen, die ihre letzten Lebensjahre in Bad Nenndorf verbrachte.
Das Landgrafenhaus, an der Kurpromenade (der früheren Hauptstraße) gelegen, wurde 1791/92 erbaut.
Der Brunnentempel steht vor der Esplande, dem früheren großen Badehaus und faßt die erste Schwefel-Sole-Quelle.
Heute ist der Kurpark stimmungsvoller Rahmen für niveauvolle Veranstaltungen. In der Wandelhalle, dem Kino und der Kurmuschel finden indoor oder open air die Konzerte des Pannonia Orchesters statt.
Darüber hinaus gibt viele größere und kleinere Veranstaltungen wie die "Gartenträume mit Moorwannenrennen", den Weihnachtsmarkt, das Stadtfest, die Operettengala, die Kurparkilluminationen und vieles mehr. Immer trägt der Kurpark durch sein besonderes Ambiente zum Gelingen der Veranstaltungen bei.
Nicht nur deshalb ist der Kurpark ein beliebter Treffpunkt für Gäste und Einheimische. Die idyllisch gelegene Minigolfanlage wird genauso gern genutzt wie die Gartenschachanlage. Der absolute Spitzenreiter in der Beliebtheitsskala der Kurparkbesucher ist aber der Bouleplatz. Häufig sind die Fans der Bouleanlage zu sehen, wie sie in spannenden Partien die großen Kugeln möglichst nahe an die kleine Kugel manövrieren.
Für die Gesundheitssuchenden ist im Haus Kassel der neue Trinkbrunnen ein Muss! Das Schwefelwasser schmeckt zwar etwas gewöhnungsbedürftig, ist aber überaus gesund; denn er regt die Durchblutung an, hilft der Verdauung und stimuliert das Immunsystem.
Das Kneipptretbecken befindet sich am Ausgang des Kurparks. Dort steht auf großen Tafeln beschrieben wie man richtig Kneippen sollte!
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